Vatikan äußert sich zu Münchner Gutachten – und lobt Benedikt XVI.


Erstmals hat nun der Vatikan ausführlicher Stellung zum Münchner Gutachten und den Vorwürfen gegen Benedikt XVI. genommen. Tenor: Der frühere Papst habe vorbildlich Maßnahmen im Umgang mit Missbrauch umgesetzt.

katholisch.de

In einem ausführlichen Kommentar hat „Vatican News“ zum Münchner Missbrauchsgutachten und der Kritik am früheren Papst Benedikt XVI. Stellung genommen. Chefredakteur Andrea Tornielli erinnerte in einem am Mittwoch veröffentlichten Beitrag an Maßnahmen gegen den Missbrauch, die Joseph Ratzinger sowohl als Präfekt der Glaubenskongregation wie danach als Papst ergriffen hatte. Die Stellungnahme Torniellis kann als eine offizielle Reaktion des Vatikan gelten.

Ratzinger sei der erste Papst gewesen, der auf seinen Apostolischen Reisen mehrmals mit Missbrauchsopfern zusammentraf. „Es war Benedikt XVI., der inmitten des Sturms der Skandale in Irland und Deutschland, auch gegen die Meinung vieler selbst ernannter ‚Ratzingerianer‘, das Gesicht einer bußfertigen Kirche zeigte, die demütig um Vergebung bittet, die Bestürzung, Reue, Schmerz, Mitgefühl und Nähe empfindet“, so Tornielli. Genau dieses Bild der Buße sei „der Kern der Botschaft Benedikts“. Der frühere Papst sei den Fragen des Münchner Gutachtens nicht ausgewichen. Zugleich verwies Tornielli auf das weltweite Medienecho und „einige sehr scharfe Kommentare“.

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