„Vertrauenskrise“: Kölner Mitarbeitervertretungen schlagen Alarm


Nun schlagen auch die kirchlichen Beschäftigten im Erzbistum Köln Alarm und fordern angesichts der dortigen Vertrauenskrise Reformen. Derweil zeigt eine neue Erhebung einen dramatischen Anstieg der Kirchenaustrittszahlen in der Erzdiözese.

katholisch.de

Die kirchlichen Beschäftigten im Erzbistum Köln haben sich kritisch zur aktuellen Lage in Deutschlands mitgliederstärkster Diözese geäußert. „Die Mitgliederversammlung erkennt in der derzeitigen Situation eine Vertrauenskrise der Gläubigen und der Mitarbeitenden“, erklärte die Diözesane Arbeitsgemeinschaft der Mitarbeitervertretungen im Erzbistum Köln (Diag MAV Köln) am Mittwoch. Die Arbeitsgemeinschaft bündelt eigenen Angaben zufolge die Interessen von rund 75.000 Beschäftigten bei Kirche und Caritas in der Erzdiözese.

Im Erzbistum Köln gebe es keinen ausreichenden Aufklärungs- und Reformwillen, um bestehende Strukturen nachhaltig zu verändern und sexualisierte Gewalt im Sinne der Opfer aufzuarbeiten, so die Diag MAV Köln. Sie forderte einen „toleranten Umgang mit allen Kolleginnen und Kollegen unabhängig von deren persönlicher Lebenssituation“. Ausdrücklich unterstütze die Arbeitsgemeinschaft die Initiative „#OutInChurch„, bei der 125 Kirchenmitarbeitende öffentlich über ihre sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität gesprochen hatten.

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