Das russische Internet soll vom Rest der Welt getrennt werden, hat die Ukraine gefordert. Ob das sinnvoll und überhaupt möglich ist, erklärt der Internet-Governance-Experte Wolfgang Kleinwächter.

Der Ukraine-Krieg wird auch im Internet erbittert ausgetragen. So hat das ukrainische Digitalministerium die ICANN dazu aufgefordert, russische Top-Level-Domains (TLDs) zu blockieren.
Als globale, nicht-staatliche Organisation verwaltet die ICANN das Domain-System, auf dem das World Wide Web basiert. Bei TLDs handelt es sich um allgemeine Kennungen wie .net oder .com, sowie die jeweiligen Landeskennungen wie beispielsweise .ru oder .de.
Die ukrainische Forderung läuft also darauf hinaus, das russische Internet möglichst vollständig vom Rest der Welt zu isolieren. Die ICANN hat das Anliegen allerdings bereits abgelehnt.