Streit um Dreadlocks: Bistum distanziert sich von „Fridays for Future“


Im Streit um die Dreadlocks der Sängerin Ronja Maltzahn meldet sich nun auch das Bistum Hildesheim zu Wort: Dass die Sängerin wegen ihrer Frisur vom Klimastreik an diesem Freitag ausgeladen wurde, sei „überzogen und intolerant“.

katholisch.de

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Das Bistum Hildesheim hat sich von der Entscheidung der Hannoveraner Ortsgruppe von „Fridays for Future“, die Sängerin Ronja Maltzahn von dem für Freitag geplanten Klimastreik in der niedersächsischen Landeshauptstadt auszuladen, distanziert. Dass die Musikerin als weiße Person Dreadlocks trage, sei nach Auffassung der Diözese kein Grund, sie nicht auftreten zu lassen, hieß es in einer am Donnerstag verbreiteten Stellungnahme. „Die Bewertung der Sängerin allein aufgrund ihrer Frisur ist überzogen und intolerant“, so das Bistum.

Musikerin wurde aufgefordert, ihre Haare abzuschneiden

Zugleich betonte die Diözese, dass sie ebenso wie „Fridays for Future“ für den Klimaschutz eintrete und deshalb auch zur Teilnahme am globalen Klimastreik aufgerufen habe. „Die Kritik der Diözese betrifft allein das Verhalten der ‚Fridays for Future‘-Ortsgruppe aus Hannover gegenüber Ronja Maltzahn“, so das Bistum.

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