Katar: Frau drohen nach Vergewaltigung 100 Peitschenhiebe – wegen „Sex außerhalb der Ehe“


Die damals 27-Jährige wandte sich nach einer Vergewaltigung an die Polizei. Doch nicht der mutmaßliche Täter, sondern sie selbst landete vor Gericht. Sie war als Mitarbeiterin einer FIFA-Organisation in Katar.

stern.de

Gerichtsgebäude in Doha, Katar ©Stringer / Picture Alliance

Es ist eine Situation, die für westliche Leser völlig absurd klingen dürfte: Eine Frau in Katar musste sich vor Gericht verantworten – weil sie eine Vergewaltigung angezeigt hatte. Ihr drohte eine drakonische Bestrafung: Sieben Jahre Haft und 100 Peitschenhiebe wurden diskutiert. Und das in dem angeblich modernen Land, das ab November die Fußball-Weltmeisterschaft ausrichten will.

Die furchtbare Tat ereignete sich im Sommer 2021. Die Mexikanerin Paola S., damals 27 Jahre alt, gab an, vergewaltigt worden zu sein. Sie zeigte den mutmaßlichen Täter bei der Polizei an. Die Ermittlungen hörten allerdings da auf, wo der Mann lapidar angab, er habe eine Affäre mit dem Opfer gehabt und der Sex sei einvernehmlich gewesen.

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