Bakterielle Trommelschläge erfasst


Auch Bakterien machen Geräusche: Sie können offenbar eine Art Perkussionsmusik hervorbringen, geht aus einer Studie hervor. Forscher haben dafür winzige Trommeln mit Graphen-Membranen entwickelt, die Vibrationen einzelner Bakterien erfassen und damit hörbar machen können. Das Konzept könnte ihnen zufolge der Erprobung von antimikrobiellen Wirkstoffen zugutekommen. Denn anhand des Trommelns lässt sich präzise ablesen, wie sich eine Substanz auf die Mikroben auswirkt: So ist etwa der tödliche Effekt eines Antibiotikums am Verstummen der Schläge von Kopf und Geißeln erkennbar, zeigen die Versuche.

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Eine Bakterie „trommelt“ durch ihre Bewegungen auf einer Graphen-Membran und kann dabei mit Wirkstoffen behandelt werden.©Irek Roslon – TU Delft

Wenn wir auch noch so leise schleichen – unsere Bewegungen erzeugen Vibrationen und damit Geräusche. Sogar sehr feine Regungen von Lebewesen lassen sich mit modernen Instrumenten noch erfassen. So haben Forscher beispielsweise schon das Knistern, Knuspern und Knacken erfasst, das Würmchen und Co im Boden verursachen. Es gibt allerdings noch deutlich kleinere Organismen, die sich bewegen und damit zumindest theoretisch für Vibrationen und somit Geräusche sorgen. Die winzigen Regungen von Mikroben lassen sich allerdings wohl nicht mehr erfassen, könnte man meinen. Doch genau dies ist nun den Forschern um Farbod Alijani von der Technischen Universität Delft gelungen.

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