Datenabfrage für «NSU 2.0»-Drohbrief bei Polizei rätselhaft


Im August 2018 begann eine Serie rechtsextremer Drohschreiben. Wer fragte dafür zahlreiche persönliche Daten bei der Frankfurter Polizei ab? Fünf Polizisten sagten dazu vor dem Landgericht aus.

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Im Frankfurter «NSU 2.0»-Prozess versucht das Landgericht weiter aufzuklären, wer die in den Drohschreiben verwendeten persönlichen Daten bei der Polizei abgefragt hat. Die erste, umfangreiche Datenabfrage betraf die Frankfurter Rechtsanwältin Seda Basay-Yildiz, die kurz darauf im August 2018 das erste der Schreiben mit Todesdrohungen und rechtsextremen Beschimpfungen erhielt. Die darin aufgeführten Informationen wurden an einem Computer des 1. Frankfurter Polizeireviers abgefragt.

Vier Polizisten und ein ehemaliger Polizist, die zu dem Zeitpunkt auf dem Revier eingesetzt waren, wurden dazu am Donnerstag als Zeugen befragt. Von der knapp sechsminütigen Abfrage in drei verschiedenen Datenbanken hätten sie nichts mitbekommen, sagten die Zeugen.

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