Archäologen entdecken fast 3000 Jahre alte Höhlenbilder in den USA


Ein US-amerikanisches Forschungsteam hat in einer unterirdischen Höhle im Südosten der USA einige der größten Felsbilder Nordamerikas gefunden.

Merkur.de

Die nun entdeckten Wandgemälde der „19. unbekannten Höhle“ (Alabama) zeigen ähnlich wie bei diesen Motiven in Utah menschenähnliche und Tiergestalten aus der prähistorischen Zeit. ©Richard Maschmeyer/Imago

Eine Gruppe von Forscher und Forscherinnen hat in den USA einen erstaunlichen Fund gemacht: Im US-Bundesstaat Alabama entdeckten das archäologische Team hunderte unterirdische Felsbilder, die teils fast 3000 Jahre alt sein sollen. Ihre Ergebnisse teilte das Team um Jan Simek von der University of Tennessee nun in ihrer wissenschaftlichen Arbeit, die von der Cambridge Universität veröffentlicht wurde.

Unter den Gemälden in der sogenannten „19. unbenannten Höhle“ sollen einige der größten Höhlenbilder sein, die je in Nordamerika entdeckt wurden. Über eine Fläche von mehr als 400 Quadratmeter zeigen die Felswände abstrakte Motive, Tiere und andere Figuren aus der präkolumbischen Zeit – also lange vor der Zeit, als Christoph Kolumbus 1492 Amerika besiedelte. Dem Forschungsbericht zufolge sollen die Bilder im Zeitraum zwischen 133 und 949 v. Chr. entstanden sein.

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Besonders bemerkenswert: In einigen der Höhlengänge, in denen die Gemälde entdeckt wurden, soll die Decke gerade einmal 60 Zentimeter hoch gewesen sein. So konnten einige der Motive nur im Liegen von den Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen gesehen werden. Erst eine Fotogrammetrie enthüllte den gesamten Umfang der Gemälde.

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