Noch immer versucht Elon Musk, den Mikrobloggingdienst zu kaufen. Doch nun positioniert sich die Konkurrenz.
Michael-André Werner | taz

Ein schriller Aufschrei gellt durch Deutschland. Elon Musk hat Twitter gekauft! Menschen weinen, verbrennen ihre Personalausweise, schlagen ihre Stirn auf die Tastatur und twittern: „öiugt5 ealva iewufooi nveuto.“
„Das ist natürlich Unsinn“, meint Frank Scheuert, selbst Twitter-User, „Elon Musk will Twitter kaufen. Noch gehört Twitter … wem immer Twitter gerade gehört, keine Ahnung, ich bin kein Experte“, sagt der Twitter-Experte.
Nachdem die erste Welle des Aufruhrs abgeflaut ist – zwei offene Briefe, eine beleidigte Leberwurst und einen Fynn Kliemann später – ist der Ukrainekrieg wieder ganz oben in den Schlagzeilen. Und der 50-jährige Milliardär Elon Musk sammelt noch immer Geld, um bei Twitter für seine Meinungsfreiheit zu kämpfen. Doch allen Versprechungen zum Trotz ist die Angst vor der Zensur durch den gebürtigen Südafrikaner in der Community groß.