Dodo Kretschmann: „Ende der Staatsleistungen an Kirchen unrealistisch“


Auch wenn die Ampel-Koalition in Berlin eine Ablösung der Staatsleistungen an die Kirchen vorbereitet: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) erwartet nicht, dass das in den nächsten Jahren umgesetzt wird.

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„Ich glaube, es gibt günstigere Zeitpunkte für die Ablösung als jetzt“, sagte der katholische Regierungschef dem Evangelischen Pressedienst (epd). Außerdem erklärte er, wie der Reformator Martin Luther seine Politik beeinflusst.

epd: Herr Ministerpräsident, der Koalitionsvertrag in Berlin dringt darauf, die Staatsleistungen für die Kirchen – im vergangenen Jahr bundesweit rund 590 Millionen Euro, in Baden-Württemberg 137 Millionen – abzulösen. Wie stehen Sie dazu?

Winfried Kretschmann: Der Auftrag dazu steht im Grundgesetz, er stand davor in der Weimarer Reichsverfassung. Er ist nur nie angepackt worden. Die Ampel-Koalition hat diesen Auftrag nun angenommen. Aber es wird sicherlich eine große Herausforderung, das umzusetzen. Denn es geht um sehr, sehr hohe Summen der Ablösung.

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