Minister: Kein Sonderrecht oder irgendein Bonus für Kleriker


Niemand stehe über dem Gesetz – auch kein Geistlicher: Bayerns Justizminister Georg Eisenreich fordert von der katholischen Kirche Verbesserungen beim Umgang mit Missbrauch. Sonst müsse der Staat handeln.

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Themenbild. Bild: bb

Bayerns Justizminister Georg Eisenreich (CSU) hat die katholische Kirche aufgefordert, beim Thema Missbrauch „mehr Transparenz“ zu schaffen. Sie müsse lückenlos aufklären und sich ihrer Verantwortung stellen, sagte Eisenreich der „Augsburger Allgemeinen“ (Freitag). „Aus meiner Sicht muss sie die Betroffenen in den Mittelpunkt stellen, empathischer auf sie zugehen und eine unabhängige Beratung sicherstellen.“ Wenn die Kirche selbst keine Verbesserung herbeiführe, müsse der Staat handeln.

„Es darf kein Sonderrecht oder irgendeinen Bonus für Kleriker geben. Niemand steht über dem Gesetz – kein Geistlicher, kein Wirtschaftsboss, kein Politiker“, erklärte der Minister weiter. Dem Blatt zufolge hat Eisenreich dem Bayerischen Landtag einen Bericht vorgelegt, der sich mit den strafrechtlichen Konsequenzen des im Januar 2022 vorgestellten Missbrauchsgutachten für das Erzbistum München und Freising, dessen Vorläufer von 2010 sowie der bundesweiten MHG-Studie der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) von 2018 befasst.

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