Soziologin: „Ringtausch“ von Missbrauchstätern unter Bistümern


Soziologin Helga Dill ist an der Missbrauchsstudie für das Bistum Essen beteiligt, die im Januar erscheinen soll. Sie sagt: Zwischen Diözesen habe es teils einen „regelrechten Ringtausch“ auffällig gewordener Priester gegeben.

katholisch.de

Themenbild. Bild: bb

Die Münchner Soziologin Helga Dill sieht systemische Ursachen für Missbrauch in der katholischen Kirche. Manchmal habe es zwischen Bistümern einen „regelrechten Ringtausch“ auffällig gewordener Priester gegeben, sagte die Geschäftsführerin des Instituts für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstag) in Essen. Die sozialwissenschaftliche Einrichtung erarbeitet derzeit eine Studie zu sexualisierter Gewalt im Bistum Essen, die im Januar präsentiert werden soll.

Dill nannte den Fall des Priesters Peter H., der in den 1970er-Jahren im Bistum Essen als übergriffig auffiel. In den 1980er-Jahren wurde er ins Erzbistum München und Freising versetzt und beging dort weitere Missbrauchstaten. Der Fall H. spielt eine größere Rolle im Münchner Missbrauchsgutachten. In diesem Monat wurde der Priester aus dem Klerikerstand entlassen.

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