„Letzte Chance für die EKD“


Diesen Freitag startet ein neues Gremium zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in der evangelischen Kirche. Beteiligte Betroffene stellen klar: Es sei die letzte Gelegenheit, „unsere Expertise in Anspruch zu nehmen“.

Annette Zoch | Süddeutsche Zeitung

In der Brüdergemeinde Korntal wurde an Missbrauchsfälle, unter anderem in Kinderheimen, erinnert.
(Foto: Tom Weller/dpa)

An diesem Freitag nimmt das neue „Beteiligungsforum Sexualisierte Gewalt“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) seine Arbeit auf. Kurz vor dem Start erhöhen die acht in dem Gremium sitzenden Betroffenen den Druck: „Das Beteiligungsforum ist die letzte Chance für die EKD, unsere Expertise in Anspruch zu nehmen“, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung.

Die EKD hat bei der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt bislang vor allem Negativschlagzeilen gemacht. Im vergangenen Jahr hatte sie den erst wenige Monate zuvor gegründeten Betroffenenbeirat einseitig aufgelöst, obwohl einige Mitglieder in dem Gremium ausdrücklich dagegen waren. Die ehemalige Beirätin Katharina Kracht kritisierte im Frühjahr, nicht in die Neuausrichtung eingebunden gewesen zu sein. Auch dass die Betroffenen nun kein eigenes Gremium mehr haben, wurde kritisiert.

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