Blütenduft nimmt durch den Klimawandel ab


Versuche zeigten, dass Erdbeeren bei fünf Grad Celsius keinen Blütenduft mehr produzieren – das könnte negative Folgen für das Ökosystem und die Ernteerträge haben

DERSTANDARD

Der Duft von Blüten spielt eine zentrale Rolle beim Anlocken von Bestäubern. Foto: imago/Arnulf Hettrich

Blütenduft erfreut nicht nur uns Menschen, in erster Linie dient er Pflanzen dazu, ihre Bestäuber anzulocken. Wie die Erderwärmung durch den Klimawandel diese Duftstoffe beeinflusst, haben Forschende der Universität Salzburg untersucht. Sie simulierten eine Erwärmung um fünf Grad Celsius und beobachteten die Effekte an mehreren Nutzpflanzen und Insektenarten. Am stärksten waren die Effekte bei der Erdbeere: Deren Blütenduft konnte nicht mehr nachgewiesen werden, mit entsprechend negativen Folgen für Ernteerträge.

Der brasilianische Insektenforscher Guaraci Duran Cordeiro hat in seinem vom Wissenschaftsfonds FWF geförderten Lise-Meitner-Projekt in Kooperation mit Stefan Dötterl, Leiter der Arbeitsgruppe Pflanzenökologie und des Botanischen Gartens in Salzburg, untersucht, wie sich die Erwärmung auf die Beziehung zwischen Nutzpflanzen aus drei Pflanzenfamilien und den Bestäubern auswirkt. Konkret ging es um Buchweizen, Raps und Erdbeere sowie Westliche Honigbiene, Dunkle Erdhummel und Rote Mauerbiene.

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