Inuit-Organisation lehnt Teilnahme an Papst-Treffen ab


Laut Papst Franziskus soll sein Besuch in Kanada eine „Bußreise“ werden, im Zentrum steht der Missbrauch an indigenen Kindern in kirchlichen Internatsschulen. Doch eine Vertretung der Inuit will keine offiziellen Vertreter entsenden.

katholisch.de

Quebec, Burg Frontenac. Bild von Jean-François Gagnon auf Pixabay

Eine Inuit-Organisation in Nordwestkanada will keine offiziellen Vertreter zur Begegnung mit Papst Franziskus am kommenden Freitag in der nordostkanadischen Stadt Iqaluit entsenden. Dies teilte die Inuvialuit Regional Corporation (IRC) am Freitag (Ortszeit) mit. Es sei nicht klar, ob es bei dem Treffen eine formale Entschuldigungsbitte geben werde oder nicht, begründete die Organisation ihre Absage.

Zwar anerkenne man die Geste der Papstreise, auch sei es einzelnen Inuvialit unbenommen, als Einzelpersonen an Papst-Treffen teilzunehmen. Man hoffe auch, dass dies zu individuellen Heilungsprozessen beitrage. „Aber solange die römisch-katholische Kirche keine eindeutige Erklärung abgibt, in der sie sich verpflichtet, das Unrecht der Vergangenheit aufzuarbeiten, wird sich das IRC zurückhalten“, heißt es in der Erklärung.

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