E-Mails von Olaf Scholz durchsucht – Kanzler nicht informiert


Im Cum-Ex-Skandal sichten Ermittler dienstliche Mails des früheren Ersten Bürgermeisters Hamburgs. Der Untersuchungsausschuss bekommt damit neues Material.

Georg Ismar | DER TAGESSPIEGEL

Erinnerungslücken: Kanzler Olaf Scholz holt die Warburg-Affäre ein.Foto: dpa/Britta Peddersen

Das Ungewöhnliche – und für die SPD und Olaf Scholz so Brisante – am Hamburger Untersuchungsausschuss zum Cum-Ex-Skandal ist, dass parallel Ermittlungen der Kölner Staatsanwaltschaft laufen. So gibt es immer wieder durch deren Akten neue Erkenntnisse, die den Ausschussmitgliedern übermittelt werden.

So auch der nun publik gewordene Fund von 214.800 Euro in bar in einem Schließfach des Hamburger SPD-Politikers Johannes Kahrs – er gilt als eine politische Schlüsselfigur in der komplexen Affäre, gegen ihn wird wegen des Verdachts auf Beihilfe zur Steuerhinterziehung ermittelt. Zur Herkunft des Geldes schweigt er bisher. Der Besitz des Geldes an sich ist nicht illegal, es wurde auch nicht sichergestellt.

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