Fischkadaver in der Oder


Der Fund von Tausenden toten Fischen in der Oder wirft Fragen auf. Polnische Behörden wollen einen giftigen Stoff im Wasser festgestellt haben

Gina la Mela | taz

Verendeter Döbel und andere tote Fische bei Brieskow-Finkenheerd in der Oder Foto: Frank Hammerschmidt/dpa

Als er am Dienstagmorgen zur Wasserkontrolle an der Oder war, entdeckte Henry Schneider die Fischkadaver. „So einen Anblick haben wir hier noch nie erlebt“, sagt der Fischer. Ihm gehört ein Fischereibetrieb in Brieskow-Finkenheerd, knapp 15 Kilometer südlich von Frankfurt (Oder). „Die Kiemen waren leicht rot, das heißt sie müssen kurz vorher verendet sein“, erklärt Schneider.

Seit Beginn der Woche kam es auf Höhe der Stadt Frankfurt und im Umland zu massivem Fischsterben. Die genaue Ursache ist weiterhin ungeklärt. Polnische Behörden vermuteten bereits am 3. August, dass eine giftige Substanz ins Wasser gelangt ist. Die Umweltschutzin­spektion Breslau veröffentlichte eine Pressemitteilung, in der sie mitteilte, dass Wasserproben entnommen und untersucht wurden.

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