Neue Erkenntnisse im Badewannen-Mord – Verurteilter kommt frei


Der damalige Hausmeister sitzt seit Jahren in Haft, weil er 2008 in Oberbayern eine 87-jährige Bewohnerin ertränkt haben soll. Nun rollt das Landgericht München I das Verfahren wieder auf.

Süddeutsche Zeitung

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Fast 14 Jahre nach dem sogenannten Badewannen-Mord von Rottach-Egern kann der verurteilte Hausmeister Hoffnung schöpfen: Das Landgericht München I hat am Freitag die Wiederaufnahme des Verfahrens angeordnet. Zudem wurde der 62-Jährige mit sofortiger Wirkung aus der Haft entlassen. Er war zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt worden, weil er nach Ansicht der damals zuständigen Kammer im Oktober 2008 eine 87 Jahre alte Hausbewohnerin im oberbayerischen Landkreis Miesbach ertränkt hatte. Damit habe er zwei schwere Kopfverletzungen vertuschen wollen, die er ihr zuvor zugefügt habe.

Doch neue Sachverständigengutachten in Verbindung mit den früher erhobenen Beweisen seien geeignet, zu einer für den Angeklagten günstigeren Entscheidung zu führen, führte das Landgericht nun aus.

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