Rauchender Kopf: Wenn wir intensiv lernen oder andere anspruchsvolle geistige Arbeit leisten, sind wir hinterher erschöpft. Warum das so ist und was dabei im Gehirn vorgeht, haben Forschende nun herausgefunden. Demnach sammelt sich in unserem Denkorgan bei geistiger Anstrengung immer mehr Glutamat an – ein bei Hirnzell-Aktivität ausgeschütteter Botenstoff. Das spricht dafür, dass das Gehirn bei längerer kognitiver Belastung seine „Abfälle“ nicht mehr schnell genug entsorgen kann – und daher Erschöpfung signalisiert.

Ob stundenlanges Lernen, das Nachdenken über ein kniffliges Problem oder ein Schachturnier: Wenn wir uns längere Zeit intensiv geistig anstrengen, fühlen wir uns hinterher erschöpft. Wir werden denkfaul, meiden instinktiv weitere kognitive Herausforderungen und können auch unsere Impulse schlechter kontrollieren. Studien zeigen beispielsweise, dass Menschen dann der Verlockung durch Junkfood oder Süßigkeiten schlechter widerstehen können und auch Gefühlsäußerungen weniger gut unter Kontrolle haben.