Bundesluftwaffe: Von Neuburg aus in den Indopazifik


Die deutsche Luftwaffe streift bei ihrem bisher größten und schwierigsten Manöver auch die Taiwanstraße – und will Stärke zeigen.

Ingrid Müller | DER TAGESSPIEGEL

Tanken auf der Autobahn am Himmel. Die Eurofighter müssen häufig in der Luft betankt werden, dafür begleiten die sechs deutschen…Foto: Bundeswehr/Christian Timmig

An diesem Montag ist es soweit: Die Bundesluftwaffe will nachmittags von Neuburg aus in den Indopazifik starten – und die Piloten werden dabei auch die heiße Zone rund um die Taiwanstraße streifen. Für die Luftwaffe ist die Mission, die sie bis ans andere Ende der Welt führt, etwas ganz Besonderes. „Rapid Pacific ist sicher mit Abstand die größte Verlegung seit Bestehen der Luftwaffe“, sagte ein sichtlich stolzer Luftwaffeninspekteur am Freitag in Berlin.

Auch Generalleutnant Ingo Gerhartz selbst lässt sich diesen Einsatz in den Indopazifik nicht entgehen. Der Mann mit dem kahlgeschorenen Schädel wird selbst zeitweise am Knüppel eines der sechs Eurofighter sitzen. In einer für den Kampfjet-Piloten „ungewöhnlichen Location“ (Gerhartz), einem australischen Lokal, präsentierte er gemeinsam mit dem australischen Botschafter Philip Green die Pläne. Für dessen Air Force ist das dreiwöchige Manöver in der von Klimawandel bis zu strategischen Fragen so vielfältigen Region die erste solche Übung.

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