Personalnot: Das Brexit-Kalkül geht nicht auf


Die britische Regierung will erreichen, dass Arbeitgeber Stellen mit heimischen Arbeitskräften besetzen und höhere Löhne zahlen. Anzeichen für einen Lohnanstieg seit dem Brexit gibt es bislang aber noch nicht, wie eine Studie zeigt.

tagesschau

Bild von MasterTux auf Pixabay

Britische Arbeitsmarktforscher führen einen Teil des akuten Personalmangels in Großbritannien auf den Brexit zurück. Das geht aus einer heute veröffentlichen Studie hervor. „Es gibt einige Belege dafür, dass das Ende der Arbeitnehmerfreizügigkeit zum Mangel in verschiedenen Bereichen des britischen Arbeitsmarktes beigetragen hat“, sagte Arbeitsmarktforscher Chris Forde von der Universität Leeds, der gemeinsam mit Wissenschaftlern von der Universität Oxford die Brexit-Auswirkungen untersucht hat. Das sei jedoch nicht der einzige Faktor.

Andere Gründe für den Mangel sind der Studie zufolge die Pandemie und die Tatsache, dass viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sich entschieden hätten, früher als üblich in den Ruhestand zu gehen. Hinzu kämen branchenspezifische Engpässe. Im vergangenen Jahr hat etwa ein Mangel an Lastwagenfahrern dafür gesorgt, dass Supermarktregale teilweise leer blieben und Tankstellen nicht mit Sprit versorgt werden konnten.

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