Strom aus dem Stein


Steinfläche als Energiespeicher: In Zukunft könnten Küchenarbeitsplatte, Steinfußboden oder die Wand zu Stromlieferanten werden. Denn Forscher haben einen Mikro-Superkondensator entwickelt, der sich direkt auf Marmor, Granit und andere Steinoberflächen applizieren lässt. Die aus Kupfer und Metalloxiden bestehende Beschichtung ist gegen Stöße und Schläge unempfindlich, kann recycelt werden und produziert je nach Fläche genügend Strom für kleinere Elektrogeräte. Dies könnte neue Möglichkeiten für die heimische Lade-Infrastruktur eröffnen.

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Die dunklen Steine in diesem Marmor-Mosaik tragen eine Beschichtung, die als Superkondensator Strom liefern und speichern kann. ©ACS Nano 2022, doi: 10.1021/acsnano.2c01753

Neben den klassischen Lithium-Ionen-Akkus können auch Superkondensatoren Strom für mobile Geräten liefern. Sie haben zwar weniger Speicherkapazität als ein Akku, können dafür aber hohe Stromstärken in kurzer Zeit liefern. Sie können zudem fast unendlich oft und schnell ge- und entladen werden. Denn anders als bei Akkus tritt bei den Superkondensatoren nur eine Ladungsverschiebung, aber keine chemische Stoffänderung auf – das macht sie robuster. Mikro-Superkondensatoren wurden schon in textile Displays, kompostierbare Batterien oder sogar in Ziegelsteine integriert.

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