Die Dürre hat den Edersee fast verschwinden lassen


Ende April lief der Edersee noch voll. In Hessen hat es in diesem Sommer aber besonders wenig geregnet. Am Edersee sind die dramatischen Folgen zu sehen: Er ist fast verschwunden.

Peter Bandenhop | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Grüne Wüste: Wo sich sonst Ausflügler und Urlauber mit ihren Booten auf dem Wasser tummeln, liegen die Stege jetzt auf dem Trockenen. Bild: AFP

Dieser Sommer ist so warm und sonnig wie wenige vor ihm – das haben die Meteorologen vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach in ihrer statistischen Bilanz der vergangenen drei Monate eindrucksvoll belegt. Und auch die Schattenseiten dieses „endless summer“ schlagen sich in den Daten der Experten in aller Deutlichkeit nieder: Nach dem Saarland war Hessen in diesem Sommer das Bundesland mit den geringsten Niederschlägen – und im August sogar das trockenste von allen.

Was das bedeutet, zeigen zum Beispiel die Bilder, welche die Fotografin Ina Fassbender Anfang dieser Woche mit einer Drohne am Edersee in der Nähe von Waldeck gemacht hat. Vom größten See Hessens ist darauf nur noch ein Rinnsal übrig. Dort, wo sich sonst eine weite Wasserfläche erstreckt, breitet sich nun sattes Grün aus, auf dem die Bootsstege auf dem Trockenen liegen und aus der Luft wie große, surreale Fischgräten aussehen.

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