Westliche Werte in der Defensive


Mit Waffengewalt westliche Demokratie zu verbreiten, ist der falsche Weg. Darin sind sich Peter R. Neumann und Susanne Schröter einig. Doch wie man demokratische Werte exportiert und ob das sinnvoll ist, darüber gehen ihre Meinungen auseinander.

Christian Rabhansl | Deutschlandfunk Kultur

Der Niedergang des Westens liege eigentlich an seinen eigenen Stärken, meint der Politikwissenschaftler Peter R. Neumann. Der Westen definiere sich durch Demokratie, Menschenrechte und Marktwirtschaft.

Vieles, was der Westen richtig gut mache, sei in den letzten 30 Jahren mit einer gewissen Naivität und gleichzeitig mit Arroganz und Überheblichkeit versucht worden, der Welt überzustülpen. Und das sei in vielen Fällen schiefgegangen, so Neumann.

Niedergang des Westens

An Beispielen wie Afghanistan und Irak werde dies deutlich. Aber ein ganz wichtiges Beispiel sei auch die Finanzkrise im Jahr 2007 gewesen. „Ab diesem Punkt hat China nämlich verstanden, der Westen ist im Niedergang“, zumindest sei das die Schlussfolgerung vieler chinesischer Politiker gewesen.

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