Der Betreiber des AKW Isar 2 hat das Bundeswirtschaftsministerium eindringlich vor dem Vorhalten als Reserve gewarnt. Man habe „keinerlei Erfahrungswerte“, heißt es in einem Brief, aus dem der „Spiegel“ zitiert.

Der Energiekonzern E.ON und dessen Tochter Preussen Elektra gehen in der Frage eines Weiterbetriebs seines Atomkraftwerks Isar 2 auf Konfrontationskurs zur Bundesregierung. „Wir haben am Montagabend kommuniziert, dass Kernkraftwerke aus technischen Gründen nicht für einen Reservekraftwerksbetrieb geeignet sind. Sie können davon ausgehen, dass wir auch dazu im Austausch mit der Bundesregierung sind“, sagte ein E.ON-Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters.
Zuerst hatte der „Spiegel“ darüber berichtet. Danach schrieb der Chef von Preussen Elektra, Guido Knott, einen „Brandbrief“ an den Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Patrick Graichen. Das Schreiben liegt dem Blatt nach eigenen Angaben vor. Darin heißt es, „zwei der drei laufenden Anlagen zum Jahreswechsel in die Kaltreserve zu schicken, um sie bei Bedarf hochzufahren, ist technisch nicht machbar und daher ungeeignet, um den Versorgungsbeitrag der Anlagen abzusichern“.