Potsdamer Kirchturmpolitik


Im Schatten des Wiederaufbaus des Garnisonkirchen-Turms könnte es eine Lösung für das ehemalige Rechenzentrum geben. Dafür wäre ein Kompromiss nötig.

Marco Zschieck | taz

Weitere Entwicklung des Areals sei damit nur im Einvernehmen mit der Stiftung möglich Foto: M. Müller/imago

Im Konflikt um den umstrittenen Wiederaufbau der Garnisonkirche bahnen sich wichtige Entscheidungen an. Wahrscheinlich noch vor einer Sitzung des Kuratoriums der Wiederaufbaustiftung im Herbst wird sich zeigen, ob ein Kompromiss möglich wird. Dabei geht es vor allem um zwei Fragen: Kann sich die Stiftung damit abfinden, nur den Turm aufzubauen und auf das Kirchenschiff zu verzichten? Und wie geht es mit dem benachbarten Kreativhaus „Rechenzentrum“ weiter, das teilweise auf dem Grundstück der Stiftung steht?

Am dringlichsten ist letztere Frage. Denn die Nutzungserlaubnis für das Verwaltungsgebäude aus der DDR-Zeit läuft Ende 2023 ab. Eigentlich sollten die rund 220 Künstler und Kreativen dann in einen benachbarten Neubau umziehen können, doch der wird wegen Bauverzögerungen frühestens ein Jahr später fertig. Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) strebt nun eine Entscheidung der Stadtverordneten darüber an, ob sie einen Teil- oder Gesamt­erhalt des Gebäudes wollen.

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