Verpflichtend statt freiwillig: CDU spricht sich mehrheitlich für Gesellschaftsjahr aus


Wenn es nach der CDU geht, sollen sich junge Menschen in Zukunft „zeitweilig und konkret für unser Land“ einsetzen – und das verpflichtend. Auf ihrem Parteitag hat sich eine Mehrheit der Christdemokraten für Einführung eines Gesellschaftsjahrs ausgesprochen.

stern.de

Delegierte halten beim Bundesparteitag der CDU ihre Stimmkarten hoch. Sie haben sogar eine Frauenquote beschlossen ©Michael Kappeler / DPA

Als Gesellschaftsjahr verstehe man einen Dienst, „der es allen jungen Menschen ermöglicht, sich zeitweilig und konkret für unser Land und für unsere Gesellschaft zu engagieren“, heißt es in dem Antrag, den unter anderem die stellvertretenden Bundesvorsitzenden Carsten Linnemann und Silvia Breher sowie Junge-Union-Chef Tilman Kuban initiiert hatten. Dieser hatte aber zunächst offen gelassen, ob es sich um eine Pflicht oder einen Freiwilligendienst handeln solle.

In der Begründung heißt es: „Viele Menschen bewegen sich nur noch in digitalen und sozialen Echokammern. Für unsere freiheitlich-demokratische Gesellschaft ist eine solche Entwicklung Gift.“ Außerdem fördere ein Gesellschaftsjahr die Persönlichkeitsentwicklung und mache den Staat widerstandsfähiger.

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