Wenn sich die Kirche nicht verändert, schadet sie auch den Engagierten


Die Schere zwischen dem Engagement katholischer Christ*innen und dem Bild, das die Kirche als Institution in Teilen der Gesellschaft abgibt, geht auseinander, kommentiert Anna Grebe. Auch deshalb brauche es Veränderungen in der Kirche.

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„Wir finden Ihr Anliegen unterstützenswert. Aber wir kooperieren nicht mit einer Täterorganisation wie der katholischen Kirche.“ Uff. Diese Antwort auf eine freundliche Anfrage an ein Unternehmen im ländlichen Raum sitzt. Sie trifft nicht nur die Falsche, nämlich eine junge Ehrenamtliche, die ein Zeltlager organisiert und lokales Sponsoring sucht. Sie macht auch deutlich, wie weit die Schere auseinandergeht zwischen dem Engagement katholischer Christ*innen und dem Bild, das die Kirche als Institution in weiten Teilen der Gesellschaft abgibt.

Es ist der Getränkehändler vor Ort, der nicht wie früher die Bierzeltgarnituren für die Vesperkirche zur Verfügung stellt, weil er die Nachrichten über den Missbrauch in seinem Bistum nicht mehr erträgt. Es ist die Expertin für ein gesellschaftlich relevantes Thema, die nicht als Referentin zu einem Seminar in ein katholisches Bildungshaus kommen möchte, weil sie den Umgang der Kirche mit Frauen und queeren Menschen nicht in Einklang mit ihren Werten bringt.

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