„Kuschelhormon“ heilt das Herz


Das „Kuschelhormon“ Oxytocin stärkt nicht nur emotionale Bindungen – es hat offenbar auch eine heilende Wirkung auf das Herz, wie Forschende herausgefunden haben. Demnach bringt eine verstärkte Ausschüttung von Oxytocin bestimmte Zellen der Herzwand dazu, sich wieder in Stammzellen umzuwandeln. Diese unreifen Vorläuferzellen können dann neue Herzmuskelzellen bilden und so geschädigte Herzteile reparieren helfen – das könnte neue Ansätze für die Regeneration nach einem Herzinfarkt liefern.

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Wird der Herzmuskel geschädigt, beispielsweise durch einen Herzinfarkt, heilt er nur schwer. Doch vielleicht gibt es Abhilfe. ©yodiyim/ iStock

Anders als andere Muskeln besitzt unser Herzmuskel nur geringe Selbstheilungskräfte. Wird er durch einen Herzinfarkt oder eine Verletzung geschädigt, heilt er nur schwer und oft bleibt eine Herzschwäche zurück. Das liegt unter anderem daran, dass es im Herzen kaum Stammzellen gibt, aus denen sich neue Cardiomyocyten bilden könnten. Allerdings gibt es erste Hinweise darauf, dass sich Zellen aus der Herzwand, dem Epikard, unter bestimmten Bedingungen zu Stammzellen rückentwickeln können – und dann neue Herzmuskelzellen bilden.

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