Regierung will fast 800 Millionen Corona-Masken entsorgen


Der Bund muss offenbar zahlreiche Masken verbrennen und hat die Entsorgung bereits ausgeschrieben. Es sei riskant, die abgelaufenen Masken zu verteilen, heißt es zur Begründung.

Kim Björn Becker | Frankfurter Allgemeine Zeitung

OP-Maske im Straßengraben. Bild: dpa

Weil das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist, will die Bundesregierung 790 Millionen Corona-Schutzmasken entsorgen. Derzeit liefen die Vorbereitungen für „thermische Verwertungen“ der Masken, sagte ein Sprecher des von Karl Lauterbach (SPD) geführten Bundesgesundheitsministeriums der F.A.Z. Zuvor hatte die Zeitschrift „Der Spiegel“ über das Vorhaben berichtet. Derzeit liefen entsprechende Ausschreibungen für eine Verbrennung der Masken.

Zu Beginn der Corona-Pandemie hatte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in großer Zahl Masken bestellt. Wie das Ministerium bestätigt, sollen demnächst etwa 730 Millionen einfache OP-Masken sowie 60 Millionen Masken mit Partikelfilter entsorgt werden. Das Mindesthaltbarkeitsdatum sei „vom Hersteller vorgegeben“, sagte der Sprecher. Die Masken würden aus Gründen des Gesundheitsschutzes entsorgt. Es sei das Interesse des Ministeriums, die im Bestand des Bundes befindlichen Masken „möglichst umfassend zu nutzen“.

Der „Spiegel“ berichtete zudem, dass derzeit etwa 20 Prozent der seit März 2020 beschafften Masken wegen Qualitätsmängeln für die Auslieferung gesperrt seien.

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