Das Mobiltelefon der früheren britischen Premierministerin Truss ist laut einem Medienbericht gehackt worden. Die Zeitung „Mail on Sunday“ berichtet, dass es mutmaßlich russischen Angreifern gelungen sei, im Sommer das Handy der damaligen Außenministerin zu knacken. Politiker aller Parteien fordern Aufklärung von der britischen Regierung.

Die Zeitung schreibt, die Hacker seien dabei vermutlich in den Besitz eines geheimen Nachrichtenaustausches mit internationalen Verbündeten und an private Konversation gelangt. Das Blatt beruft sich auf mehrere Quellen, nennt diese aber nicht. Eine Bestätigung gibt es bisher nicht, wie unter anderem die BBC berichtet. Die britische Regierung erklärte, sie kommentiere keine Sicherheitsvorkehrungen für einzelne Personen. Es gebe robuste Systeme zum Schutz vor Cyber-Bedrohungen.
Verschwieg Boris Johnson den Hackerangriff, um Truss Kandidatur zu schützen?
Die „Mail on Sunday“ berichtete, der erfolgreiche Hackerangriff sei bereits während des Wettkampfs in der Konservativen Partei um die Nachfolge des damaligen Premiers Boris Johnson entdeckt worden. Damals setzte sich Truss durch. Nach „Mail“-Informationen wusste Johnson von dem Hack, er habe die Informationen aber gemeinsam mit Kabinettssekretär Simon Case zurückgehalten.