Die Diskussionen um die Papst-Aussagen zu Pornografie gehen weiter. Nach der Präventionsbeauftragten äußert sich jetzt auch der Bischof des Bistums Chur: Pornos trennten „die innige Liebe zweier Menschen“.
Der Churer Bischof Joseph Bonnemain ist Papst Franziskus für seine Warnung vor Pornographie dankbar. Der Bischof unterstützte den Papst „im Engagement für einen sorgfältigen Umgang mit der Sexualität“, heißt es in einer Stellungnahme der Sprecherin des Bistums Chur, die das Internetportal „kath.ch“ am Samstag veröffentlichte. „Pornografie könne ein hohes Suchtpotential entfalten, vor allem junge Menschen sind besonders gefährdet.“
Zuvor hatte Papst Franziskus angehende und junge Priester bei einem Gespräch in Rom am Montag vor Pornografie gewarnt. Diese sei ein Laster, das Laien, Priester und auch Ordensfrauen hätten. „Der Teufel kommt von dort“, so das Kirchenoberhaupt. Er spreche dabei nicht nur von krimineller Pornografie, er meine die „einigermaßen ’normale‘ Pornografie“. „Das reine Herz, das jeden Tag Jesus empfängt, kann diese pornografischen Informationen nicht empfangen“; sie schwächten das Herz, so der Papst. Er rief die Teilnehmer auf, pornografische Inhalte von ihren Computern und Mobiltelefonen zu löschen. „Und wenn Sie es nicht löschen können, verteidigen Sie sich gut, damit Sie nicht in eine solche Situation geraten“, so die Warnung des 85-Jährigen.

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