Seelsorger verbreitet Verschwörungsmythen: Betretungsverbot nach wirrer Rede


Ein katholischer Geistlicher darf wegen der Verbreitung von Verschwörungsmythen nicht weiter im niederbayerischen Bezirksklinikum Mainkofen tätig sein. Im Bistum Regensburg prüfe man seine künftige Verwendung.

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Der „Aluhut“ als Symbol für Krise und Verschwörungsglaube / ©Boris Roessler ( dpa )

Die Klinikleitung hatte dem Diakon ein Betretungsverbot erteilt, nachdem er bei einer Gedenkfeier für die NS-Opfer aus der psychiatrischen Klinik behauptet hatte, die „Todeskultur des Nationalsozialismus“ bestehe weiter. Eine Gruppe „skrupelloser, eng vernetzter Milliardäre“ habe die Weltmacht inne und wolle „nutzlose Menschen durch transhumane Roboter“ ersetzen, so der Seelsorger. Zuerst hatte die „Passauer Neue Presse“ über den Vorfall berichtet.

Krankenhausdirektor Uwe Böttcher hatte daraufhin die Rede des Mannes unterbrochen und ihm ein Betretungsverbot erteilt. Der Diakon habe sich an dieses zu halten, erklärte ein Sprecher des zuständigen Bistums Regensburg: „Seine Dienste im Bezirksklinikum ruhen damit.“ Man werde mit dem Mann zeitnah seine künftige Verwendung besprechen. Derartige Äußerungen, wie sie bei der Gedenkfeier gemacht worden seien, weise das Bistum zurück, so der Sprecher.

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