Huber nun ohne Doktortitel


CSU-Generalsekretär Martin Huber verzichtet freiwillig auf seinen Doktortitel – nach einer kritischen Stellungnahme der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität.

taz

Doktortitel ist futsch – Martin Huber, Generalsekretär der CSU Foto: Peter Kneffel/dpa

CSU-Generalsekretär Martin Huber verzichtet freiwillig auf das Führen seines Doktortitels. Mit dieser Mitteilung reagierte Huber auf die Überprüfung seiner Doktorarbeit durch die Münchner Ludwig-Maximilians-Universität (LMU). Der zuständige Promotionsausschuss hatte laut Mitteilung der LMU letztlich zwar keine „nachgewiesene Täuschung“ gesehen, aber festgestellt, „dass die Handhabung der Formalia als wissenschaftliche Technik nicht den wissenschaftlichen Anforderungen an eine Dissertation entspreche“. Hubers Arbeit hätte demnach seinerzeit „nicht als Dissertationsleistung angenommen werden dürfen“.

Huber hatte die LMU kurz nach seiner Kür zum CSU-Generalsekretär im Mai „aus Gründen der Transparenz“ selbst gebeten, seine Arbeit erneut zu überprüfen. Anlass waren Vorwürfe des Plagiatsforschers Jochen Zenthöfer, der zunächst in der Bild am Sonntag von Zitaten ohne oder mit falscher Quellenangabe in der Dissertation sprach. Zenthöfer sagte damals, die Maßstäbe des guten wissenschaftlichen Arbeitens seien in der Dissertation nicht eingehalten worden. Die Fehler gingen über einzelne Fehler bei der Zitierweise hinaus.

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