Selenskyj bestreitet Raketen-Fehler – Nato-Diplomat entsetzt: „Ukraine zerstört Vertrauen“


Der Raketen-Zwischenfall in Polen hat große Sorgen geschürt. Wolodymyr Selenskyj sieht weiter keine Beteiligung der Ukraine – und erntet Entsetzen.

Franziska Schwarz | Merkur.de

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nutzt im Ukraine-Krieg jede sich bietende Gelegenheit, um zur Welt zu sprechen. Auch bei einer Demonstration in Frankfurt am Main meldete er sich am 5. März 2022 per Video zu Wort. ©Sebastian Gollnow/dpa

Ein russischer Angriff auf Nato-Gebiet? Der Raketeneinschlag in Polen mit zwei Toten hat international Wellen geschlagen. Der Gedanke an den Nato-Artikel 5 kam auf – also an den „Bündnisfall“ im Ukraine-Krieg.

Ärger über die Verdächtigungen herrschte nicht nur in Moskau. „Jetzt wird es lächerlich“, befand ein nicht namentlich genannter Nato-Diplomat gegenüber der Financial Times. „Niemand gibt ihnen die Schuld, und jetzt lügen sie öffentlich“, zitierte ihn die Zeitung. Die Regierung in Kiew zerstöre so Vertrauen, meinte er. „Der ukrainische Präsident hat sich geirrt, als er sofort die Russen beschuldigte. Das ist ein schlechtes Vorbild“, kritisierte auch Viktor Orbáns Stabschef Gergely Gulyas Selenskyj.

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