Apostel Bode verteidigt erneut seinen Nicht-Rücktritt: Trotz „moralischer Verfehlungen“


Osnabrücks Bischof Franz-Josef Bode hat seine Entscheidung untermauert, trotz eigener Versäumnisse im Umgang mit sexualisierter Gewalt in seinem Bistum nicht zurückzutreten. Er verteidigte zugleich das Reformprojekt Synodaler Weg.

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Franz-Josef Bode / ©Lars Berg ( KNA )

Ihm persönlich seien zwar moralische, aber keine juristischen Verfehlungen vorzuwerfen, sagte er am Sonntag bei einer Gemeindeversammlung in Ostercappeln bei Osnabrück. Vor rund 100 Zuhörerinnen und Zuhörern räumte Bode ein, dass es zwischen vielen seiner Mitarbeiter und ihm gebrochenes Vertrauen gebe. Dies heilen zu lassen, sei nicht einfach.

Rolle der Frau stärken

Weil jede Form von Missbrauch auch ein Missbrauch von Macht sei, so der Bischof, müssten systemische Hintergründe geklärt werden. Er verteidigte deshalb erneut das katholische Reformprojekt Synodaler Weg.

Auch deswegen wolle er die Rolle von Frauen nicht nur in der Kirchenverwaltung, sondern auch in der Seelsorge stärken und sie mit der Taufspendung beauftragen.

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