Großbritannien: Staatliches Geld für christliche Bekehrung von Sexarbeiterinnen


Die konservative britische Regierung fördert mit dem „faith new deal pilot fund“ religiöse Organisationen, die gemeinnützige Dienste anbieten. Darunter unter anderem eine christliche Wohltätigkeitsorganisation, die Menschen in der Sexindustrie die „biblische Wahrheit“ näher bringen will. 

Daniela Wakonigg | hpd.de

Laut Bericht der National Secular Society hat die britische Regierung All Souls Serve the City, einer Wohltätigkeitsorganisation zur „Förderung des christlichen Glaubens“ in London, 7.747 Pfund für ihr Projekt Tamar gewährt – „ein Team von ehrenamtlichen Frauen, die Menschen, die in der Sexindustrie ausgebeutet werden, wieder Hoffnung geben wollen“.

Nach einer Stellenbeschreibung auf der Website der Wohltätigkeitsorganisation ist es für die Mitarbeit beim Projekt Tamar – zu dessen Hauptaufgaben die Durchführung von „persönlichen Bibelstudien“ gehört – unerlässlich, evangelikaler Christ zu sein. Erfahrungen in der Unterstützung von Frauen, die in der Sexindustrie tätig sind, sind dagegen nicht erforderlich. In der Stellenbeschreibung heißt es, Tamar versuche, Frauen, die in der Sexindustrie tätig sind, einschließlich derer, die Opfer von Menschenhandel und Ausbeutung sind, die Hoffnung des Evangeliums und die biblische Wahrheit zu bringen“.

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