Die Größe von Seegrasfeldern zu bestimmen, ist gar nicht so einfach. US-amerikanische Wissenschaftler*innen haben nun Haie als Helfer engagiert.
Jonas Waack | taz

Menschen können gar nicht so viel. Bilder malen, Züge bauen, Wochenzeitungen machen … okay, das ist nicht nichts. Aber Dutzende Kilometer in bis zu hundert Metern Tiefe schwimmen – da hört es dann schon auf. Und das ist ein Problem. Zumindest, wenn man Seegraswiesen sucht. Denn mit Satelliten oder Flugzeugen sind die schlecht zu entdecken, weil sie aus großer Höhe kaum von Phytoplankton und Mikroalgen zu unterscheiden sind. Wie lassen sich also unter Wasser Seegraswiesen finden und vermessen? Hier können Tigerhaie helfen.
Die Studie
Forscher*innen unter der Leitung des US-Amerikaners Austin Gallagher haben Tigerhaien 360-Grad-Kameras aufgesetzt und sie mit GPS-Sendern ausgerüstet. Die Haie wurden dafür mit Angeln gefangen und die Kameras mit biologisch abbaubaren Kabeln befestigt, die sich nach einige Stunden von allein lösen. Die Kameras trieben nach oben und konnten aufgesammelt und ausgewertet werden.