Blackout-Vermeidung französisch: Rollierende Blackouts in Regionen


Stromversorgung im Land des Atomparks: „Es wird immer schlimmer“; Paris strickt an Notfallplänen, um großen Blackout im Winter zu verhindern.

Ralf Streck | TELEPOLIS

Grafik: TP

Dass die Situation der Energieversorgung im Atomstaat Frankreich fatal ist, ist wahrlich keine Neuigkeit mehr. Seit mehr als zehn Jahren rennt das Land, da weiter auf Atomkraft gesetzt wird, auf die Katastrophe mit Ansage zu.

Seit zehn Jahren droht jährlich ein Blackout. Der ist in diesem Winter wohl unausweichlich, auch wenn es keine besonders kalten Phasen gibt. Die Gründe dafür wurden an dieser Stelle schon öfter ausgeführt.

Sogar im Sommer drohten Blackouts, da Atomkraftwerke nicht einmal mehr genug Kühlwasser zur Verfügung hatten. Sie wurden trotz allem nicht abgeschaltet, da sie sonst zu Großverbrauchern geworden wären. Erneut mussten Sonderregelungen geschaffen, der Umweltschutz beiseitegeschoben werden. Sonst hätten zusätzlich Meiler das Netz belastet, wie es weiter 24 von 56 der altersschwachen Reaktoren tun, die auf viel Strom zur Kühlung angewiesen sind.

Vorbereitungen

Seit längerem bereitet Präsident Emmanuel Macron und die Regierung die Bevölkerung auf den Blackout vor. Eigentlich ist längst allen klar, dass der im Winter unumgänglich wird, da sogar im Sommer Versorgungsleitungen aus dem Ausland an die Belastungsgrenzen kamen.

Unter Umgehung von Sicherheitsregeln wurde der Kraftwerksbetreiber EDF angesichts der sich abzeichnenden fatalen Lage von der Regierung „angewiesen“, auch ausgefallene Korrosion-Meiler bis oder im Winter wieder in Betrieb zu nehmen. Längst musste der ambitionierte Zeitplan schon zurückgeschraubt werden. Lecks und weitere Korrosion haben die Pläne inzwischen vollständig durchkreuzt.

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