Berliner Richterin, Sportschützin, Esoterik-Fan: Wer ist Birgit Malsack-Winkemann, die militante Umstürzlerin von der AfD?


Birgit Malsack-Winkemann durfte nach ihrer Zeit im Bundestag wieder ans Landgericht zurück. Wer ist die Frau, die Justizministerin in einem neuen Reich werden wollte?

Robert Kiesel, Alexander Fröhlich | TAGESSPIEGEL

©picture alliance/dpa

Am Landgericht Berlin war sie seit März wieder Richterin an der für Baurecht zuständigen Kammer 19A. In ihrer Freizeit soll Birgit Malsack-Winkemann, die von 2017 bis 2021 Abgeordnete für die AfD im Bundestag war, mit anderen den Umsturz geplant haben.

Am Montagmorgen rückten Spezialeinheiten der Polizei bei der 58-Jährigen im Villenviertel in Wannsee an und nahmen sie fest – wie 24 weitere Personen aus der Reichsbürgerszene bundesweit. Die Bundesanwaltschaft wirft ihnen die Bildung einer terroristischen Vereinigung vor. 3000 Beamte durchsuchten in elf Bundesländern Dutzende Wohnungen, Büros und Lagerräume.

Die Richterin aus Berlin soll an den Umsturzplänen der Gruppe beteiligt gewesen sein. In der Zeit nach dem Umsturz, so war es vorgesehen, sollte Malsack-Winkemann Justizministerin werden. Für die Ermittler ist sie eine zentrale Figur in der Umsturztruppe: Sie soll zu einem baldigen Schlag geraten haben, die Behörden wollten das verhindern.

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