Sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche: Ein Sorry fürs Pornogucken


Andreas Perr verklagt einen Pfarrer, der ihn sexuell missbrauchte. Und den ehemaligen Erzbischof und Papst Benedikt XVI., der den Täter geschützt haben soll.

Marcus Bensmann | ZEIT ONLINE

Der Mann, der den Ex-Papst verklagt, tritt nun erstmals mit seinem vollen Namen in die Öffentlichkeit. Nicht mehr er, sondern die Täter sollen sich schämen. Andreas Perr, 38 Jahre alt, will sich nicht mehr verstecken, seinen Namen nicht mehr anonymisieren. „Für mich ist es einfach besser, zu sagen, was passiert ist, und das hilft mir“, sagte er Correctiv, Bayerischem Rundfunk und ZEIT ONLINE.

Perr war etwa zwölf Jahre alt, als ein Pfarrer in Bayern ihn und einen seiner Freunde im Pfarrhaus zum Anschauen von Pornofilmen nötigte. Der Täter soll Pfarrer Peter H. sein, der heute im Zentrum eines der größten Missbrauchsskandale der katholischen Kirche steht. Ende der Achtzigerjahre war H. nach mehreren Versetzungen in die oberbayerische Gemeinde Garching an der Alz gekommen, wo er über 20 Jahre blieb – und mehrere Jungen missbraucht haben soll. Andreas Perr sagt, er sei einer von ihnen gewesen.

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