EU-Korruptionsskandal: Lebensgefährte von Ex-EP-Vize gesteht


Francesco Giorgi hat zugegeben, Schwarzgeld angenommen zu haben und Teil einer Organisation zu sein, die politische Entscheidungen zugunsten Katars beeinflusst habe

DERSTANDARD

Wegen Bestechungsvorwürfen wurde die Vizepräsidentin des EU-Parlaments am Dienstag abgesetzt. Foto: EPA / STEPHANIE LECOCQ

Im Skandal um eine mutmaßliche Einflussnahme aus dem Golfemirat Katar auf politische Entscheidungen im Europaparlament hat der Lebensgefährte der abgesetzten Europaparlaments-Vizepräsidentin Eva Kaili ein Geständnis abgelegt. Der Italiener Francesco Giorgi hat vor den Ermittlern zugegeben, Schwarzgelder angenommen zu haben, berichtet die Tageszeitung „La Repubblica“ vom Donnerstag.

Giorgi habe zugegeben, Teil einer Organisation gewesen zu sein, die von Marokko und Katar benutzt wurde, um sich in europäische Angelegenheiten einzumischen und diese zu beeinflussen. Seine Aufgabe war es, Bargeld zu verwalten. Der Zeitung zufolge hat Giorgi auch angedeutet, dass er Andrea Cozzolino und Marc Tarabella, beide Abgeordnete der S&D-Fraktion im EU-Parlament, verdächtige, über den ehemaligen italienischen EU-Abgeordneten Antonio Panzeri Geld angenommen zu haben.

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