Warum gibt es keinen Gott?


Weil nichts darauf hindeutet, dass es ihn gibt!

Volker Dittmar | Richard-Dawkins-Foundation

Bild: erf.de

Warum gibt es keine Einhörner? Weil nichts darauf hindeutet, dass es welche gibt!

Warum gibt es den Osterhasen nicht? Weil nichts darauf hindeutet, dass es ihn gibt!

Warum gibt es den Weihnachtsmann nicht? Weil nichts darauf hindeutet, dass es ihn gibt!

Man könnte das endlos fortsetzen. Praktisch jeder Mensch würde dem zustimmen, und wir würden alle für ein bisschen verrückt halten, die etwas anderes behaupten.

Dann gibt es Dinge, bei denen es umstritten ist.

Warum gibt es kein Monster von Loch Ness? Unzureichende Indizien und Beweise.

Warum gibt es keine Außerirdischen unter uns? Unzureichende Indizien und Beweise.

Warum gibt es keine Yetis unter uns? Unzureichende Indizien und Beweise.

Aber auch hier, wenn man die Indizien und Beweise genau analysiert, würden die meisten Menschen mindestens zustimmen, dass es zweifelhaft ist, und man mehr Beweise und Indizien finden müsste.

Dann kommen wir zu der einen großen, einzigen Ausnahme: Gott. Hier ist es nicht nur so, dass die Indizien und Beweise unzureichend, es gibt sogar gute Gründe anzunehmen, dass es keinen Gott gibt. Dazu gehört das Theodizeeproblem, das Gerechtigkeitsproblem, die Größe des Universums, die Vielfalt der Religionen u. v. a. m.

Alles das beruht auf Handwedeln: Es gibt keine Beweise und Indizien für Gott, weil es die nicht geben kann — Gott kann man nicht beweisen. Woher will man das wissen? Man kann es nicht wissen, und zwar genau gerade dann nicht, wenn Gott tatsächlich unbeweisbar wäre! Man behauptet es, und zwar mit einer Sicherheit, die in auffallendem Gegensatz zur Logik steht. So, wie man sich sicher ist, dass es Gott geben muss. Was bei Einhörnern nur Verrückte, bei dem Monster von Loch Ness selbst die Vertreter der Existenz zugeben, dass Zweifel angebracht und akzeptabel sind, soll bei Gott plötzlich nicht mehr gelten.

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