MIZ 3/22 erschienen: Zum Anschlag auf Salman Rushdie


Der Schwerpunkt der aktuellen MIZ stellt das Attentat auf den Schriftsteller Salman Rushdie in den Zusammenhang sich zuspitzender gesellschaftlicher und ideologischer Konflikte mit der religiösen Rechten. Denn es geht dabei um mehr als nur um Meinungsfreiheit.

Martin Bauer | hpd.de

In seinem „Warten auf den Bachmann“ überschriebenen Editorial verweist Gunnar Schedel auf eine gefährliche Entwicklung: Im Rahmen vermeintlich antikolonialer und antirassistischer Diskurse sei salonfähig geworden, Gewalt gegen Spötter oder kritische Intellektuelle zu legitimieren. Nicht nur Salman Rushdie wurde vorgehalten, dass er durch seine Texte die aggressiven Reaktionen der religiösen Rechten selbst heraufbeschworen habe.

Die in London lebende feministische Aktivistin Rahila Gupta erinnert an die Organisation Women aginst Fundamentalism, die sich schon Ende der 1980er Jahre mit Salman Rushdie solidarisierte und die Lebensperspektiven von Frauen gegen den damals erstarkenden religiösen Fundamentalismus verteidigte. Maryam Namazie, Vorsitzende der britischen Ex-Muslime, stellt in ihrem Beitrag einen Zusammenhang her zwischen den Positionen Salman Rushdies und den Forderungen der demonstrierenden Frauen im Iran.

Recht und Geld

In der Rubrik „Staat und Kirche“ setzt sich ein Beitrag mit den Klagen gegen Söders Kreuzerlass auseinander, die vom Bayerischen Verwaltungsgerichtshof zurückgewiesen wurden. Die Urteilsbegründung weist einige beeindruckende Widersprüchlichkeiten auf, die sich aber erklären, wenn sie als Ergebnis politischer Justiz in Bayern verstanden werden.

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