Lügenbaron statt jüdisches Wunderkind


Dem neu vereidigten Abgeordneten George Santos werden immer mehr Fälle von Hochstapelei und Betrug vorgeworfen

Daniel Killy | Jüdische Allgemeine

Das jüdische politische Wunderkind Santos (l.), das im demokratischen New York seinen Kongresssitz für die Republikaner gewann, ist weder jüdisch noch kann er auf eine außergewöhnliche Karriere zurückblicken. Foto: IMAGO/Cover-Images

George Santos hat es geschafft – vorerst. Der 34-Jährige, der auf den vollen Namen George Anthony Devolder Santos hört, ist jetzt, nachdem Joseph McCarthy am vergangenen Freitag mit Müh und Not im 15. Wahlgang zum Sprecher des Repräsentantenhauses gewählt wurde, offiziell vereidigter Abgeordneter im 3. Kongress-Abschnitt von New York und somit der Vertreter für Nord Nassau auf Long Island und des nordöstlichen Queens.

Während der chaotischen Wahltage im Kongress hatte Santos, dem Hochstapelei und Betrug vorgeworfen werden und der bei etlichen Angaben zu seinem Lebenslauf der Lüge überführt wurde, versucht, sich bei den rechtsradikalen Putschisten unter den Republikanern anzubiedern, die McCarthys Wahl fast eine Woche lang blockierten.

Die Bilder im amerikanischen Fernsehen zeigten, wie Santos sich immer wieder zu der Republikaner-Minderheit stellte, zustimmend nickte und versuchte, mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

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