Auf der Suche nach Ersatz für russisches Gas macht sich Kanzler Olaf Scholz für Gaslieferungen aus dem Irak stark. Dort hofft man auf deutsche Investitionen im Energiesektor.

„Der Irak wäre für uns ein sehr gern gesehener Kooperationspartner bei dem Import von Gas und Öl nach Deutschland“, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz nach einem Treffen mit dem neuen Ministerpräsidenten des Irak, Mohammed Schia al-Sudani, in Berlin. Gasimporte könnten über Deutschland auch in andere europäische Länder weitergeleitet werden.
Scholz betonte, dass Deutschland nicht wieder von einzelnen Gas-Lieferanten abhängig werden wolle wie früher von Russland. Von dort kam vor dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zeitweise weit mehr als die Hälfte der deutschen Gas-Importe. Jetzt bezieht Deutschland gar kein Gas mehr aus Russland.
Al-Sudani betonte die Absicht seines Landes, den Export von Gas weiter voranzutreiben. „Wir haben ehrgeizige Pläne für die Nutzung von Gas, das die Ölproduktion begleitet und dabei abgebrannt wird“, sagte der Ministerpräsident. „Wir haben diese Möglichkeiten aufgezeigt und deutsche Unternehmen zu Investitionen in diesem Sektor eingeladen.“