Theologe Beinert: Rücktritt Benedikts entzauberte das Papsttum


Regensburger Theologe vor zehntem Jahrestag der historischen Rücktrittsankündigung: Amtsverzicht von Benedikt XVI. war eine von dessen „ganz großen Taten“

kathpress

Der Regensburger Theologe Wolfgang Beinert hat den vor zehn Jahren vollzogenen Rücktritt Benedikts XVI. (1927-2022) vom Papstamt als eine von dessen „ganz großen Taten“ bezeichnet. „Damit hat er das Papsttum entzaubert“, sagte Beinert (89) im Interview der deutschen Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Denn dieses sei keine himmlische Institution, „wo der liebe Gott persönlich amtiert, sondern das ist ein Amt, das ein Mensch besetzt, wie alle anderen Ämter auch. Und dieser Mensch kann hinfällig werden.“

Mit diesem Schritt werde Benedikt ein Vorbild für weitere Amtsnachfolger sein, zeigte sich der Theologe überzeugt. So bedürfe es keiner großen Fantasie, dass künftige Päpste, „die ja wie alle Menschen immer älter werden und auch hinfälliger“, jetzt unbefangen mit dem Amt Schluss machen könnten.

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