Neue EU-Definition von Wasserstoff: „Grün“ auch mit Atomstrom


EU-Kommission schlägt eine Einstufung von Wasserstoff als „grün“ vor, der mit Atomstrom produziert wurde. Das erinnert an den Streit um die Taxonomie.

taz

Soll bei der Produktion von Wasserstoff für diesen Bus in Oldenburg auch Atomkraft eingesetzt werden? Foto: dpa

Die EU-Kommission will die Einstufung von Wasserstoff, der mit Atomstrom produziert wurde, als „grün“ ermöglichen. Die Brüsseler Behörde legte am Montag einen Vorschlag für eine entsprechende Definition von grünem Wasserstoff vor. Unter bestimmten Umständen könnte mit Atomkraft hergestellter Wasserstoff demnach als nachhaltig und entsprechend förderwürdig gelten. Das könnte für Streit zwischen Deutschland und Frankreich sorgen, die in der Atomfrage gespalten sind.

Nach Vorstellung der Kommission soll Wasserstoff unter anderem als grün gelten, wenn er mit Hilfe von nur zu diesem Zweck produziertem Strom aus erneuerbaren Energien hergestellt wurde. So soll vermieden werden, dass Strom aus Erneuerbaren für andere Zwecke fehlt.

weiterlesen