Rund 200 Menschen haben in Falkensee gegen eine umstrittene Party demonstriert. Sie befürchten, ihre Stadt könnte sich zum Hotspot rechter Umtriebe entwickeln.
Julius Geiler | TAGESSPIEGEL

Oberhavel, Teltow-Fläming, Uckermark, Elbe-Elster: Auf dem Parkplatz vor der Stadthalle Falkensees ist am Samstagabend das gesamte Bundesland Brandenburg vertreten. Dazu kommen Autos mit Kennzeichen aus Hessen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Immer wieder halten Berliner Taxen und laden ihre Passagiere aus. Ein überregionales Schaulaufen, zu dem einer der führenden Ideologen der antisemitisch konnotierten QAnon-Bewegung in der Bundesrepublik eingeladen hat. Friedemann Mack, Unternehmer aus dem Kraichgau und stolzer Besitzer eines Telegram-Kanal mit rund 127.000 Abonnenten.
Um 18.00 Uhr startete die Falkenseer Ausgabe von Macks sogenannter „Herzensmensch“-Party, die er zuvor über seine Social-Media-Kanäle wiederholt beworben hatte. Veranstaltet von der lokalen Bürgermeisterkandidatin der Querdenken-nahen Partei „Die Basis“, die als Mieterin der gemeindeeigenen Stadthalle fungierte, sorgte die Party vor allem wegen der prägenden Rolle Macks im Vorfeld für reichlich Wirbel.