Ein Spaghettimonster, Kannibalen-Mönche und machthungrige Föten: Diese 12 bizarren Religionen gibt es wirklich


Für viele Menschen sind Religionen grundsätzlich eine verrückte Angelegenheit und als Nicht-Gläubige kann man schon mal den Kopf schütteln, wenn wir an die Adam und Eva Geschichte oder die Auferstehung denken. Aber man kann noch eine Schippe drauflegen. In anderen Ländern geht man wesentlich lockerer mit Religionsfreiheit um, als man das bei uns in Deutschland tut. Vor allem in den USA kann sich (fast) jede Gemeinschaft als religiöse Gruppierung eintragen lassen. Was das für Blüten treibt, zeigen die folgenden 12 verrückten Religionen, die es tatsächlich gibt. 

Yvonne Dewerne | Esquire

Foto: Getty Images Selbst um den Fußballspieler Diego Maradonna wurde eine Religion aufgebaut. 

Nicht jede Religion, die von der Norm abweicht, muss gleich eine Sekte sein. Einige auf der folgenden Liste fallen durchaus darunter. Andere sind einfach nur verrückt und andere schlicht gefährlich. 

1. Prince Philip Movement

Der Prinzregent und Gatte der verstorbenen Queen Elizabeth II. war durchaus beliebt im Vereinigten Königreich. Als er starb, trauerte nicht nur die Königin, sondern besonders eine kleine Gruppe von Menschen im Tanna-Staat Vanuatu, am anderen Ende der Welt. Denn dort gibt es die Prince Philip Movement, für die der Mann eine Gottheit ist und das kam so: Laut der Legende reiste einst der Sohn eines Erdgeistes über das Meer, um eine mächtige Frau zu heiraten. Eines Tages würde dieser Mann auf die Insel zurückkehren. Nachdem die Anhänger der Bewegung beobachtet hatten, wie Beamte auf einen Besuch von Königin Elizabeth und Prince Philip reagierten, waren sie davon überzeugt, dass der Prinz eben dieser Sohn des Geistes sein muss. Die Legende hatte sich also erfüllt. Jedes Jahr am 10. Juni wird in dem kleinen Ort der des Prinzen als religiöses Fest gefeiert. 

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4. Aghori

Die Aghori oder Aghouri sind ein hinduistischer Kult, der sich vermutlich im 14. Jahrhundert n. Chr. vom Kapalika-Orden abgespalten hat. Viele Hindus verurteilen die Aghoris wegen ihrer kannibalischen Rituale. Anhänger dieses Kultes tragen eine Kapala, eine Schale aus einem Schädel! Und auch ihre Ernährungsweise ist erschreckend: Sie essen alles, von verdorbenem Essen bis hin zu tierischen Fäkalien. Um die höchste Zitadelle der Erleuchtung zu erreichen, führen die Aghori schreckliche Rituale durch, bei denen sie u. a. auch das verwesende Fleisch eines Menschen essen. Was abstoßend klingt, ist ein bewusstes Demonstrieren ihrer ungewöhnlichen Weltanschauung. Die Aghori spielen absichtlich mit dem Bild der Wahnsinnigen – sie behaupten, sie könnten die Zukunft vorhersagen und versetzen die Menschen – gerne auch Kinder – mit ihren teuflischen Prophezeiungen, Knochenketten und blutigen Tieropfern in Angst und Schrecken. Die Wurzeln der Aghori reichen bis in die Antike zurück. Sie haben schätzungsweise tausend Anhänger, einen großen Teil davon findet man im indischen Varanasi. Hier befindet sich auch das Grab von Kina Rama, dem wahrscheinlichen Stifter der Sekte aus dem 18 Jahrhundert.

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